Ein Feuerzeug ist kein großes Geschenk. Genau deshalb funktioniert es an Stellen, an denen ein großes falsch wäre.
Beim Trauzeugen zum Beispiel. Wenn du ihn fragst, willst du nichts überreichen, das nach Überredung aussieht. Und wenn du dich nach der Hochzeit bedankst, ist eine Karte zu wenig und eine Uhr zu viel. Ein graviertes Feuerzeug liegt dazwischen und verschwindet danach nicht in einer Schublade. Viele legen es der Frage bei, und dann liegt es am selben Abend schon auf dem Tisch, wenn angestoßen wird.
Zum Vatertag steht bei uns Papa mein Held drauf, sein Name darunter. Das ist der Satz, den Kinder ohnehin sagen, nur hält er diesmal länger als der Bastelbogen, der nach drei Wochen verknickt in der Küchenschublade liegt.
Für den Partner gibt es die Variante mit zwei Herzen. Zum Valentinstag ist etwas Kleines mit seinem Namen oft passender als etwas Teures, das ihn unter Druck setzt, im Gegenzug auch groß aufzufahren.
Bei allen dreien gilt dasselbe. Er benutzt es. Jeden Tag, mehrmals, oft ohne nachzudenken. Ein Gegenstand, der so oft in der Hand liegt, erinnert häufiger an den Absender als alles, was auf einem Regal steht und dort Staub ansetzt.